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"Winnie, du bist der Tollste"


Quelle: Westfälische Nachrichten

Winfried Iking ist der neue König der Bürgerschützen. In einem spannenden Dreikampf mit Lambert Broes und Günter Mensing hatte er mit dem 242. Schuss schließlich die Nase vorne.

Es ist Sonntagmittag, 14 Uhr, und im Gemeindewald an der Ochtruper Straße ist ordentlich was los. Schaulustige drängen sich an der Absperrung zum Kugelfang und schauen hoch zum Vogel, der nur noch am sprichwörtlich seidenen Faden hängt. Es sind noch drei Mitglieder vom Allgemeinen Bürgerschützenverein, die sich das Gewehr in die Hand geben. Lambert Broes, Winfried Iking und Günter Mensing haben zu dieser Zeit nur eins im Sinn: Ihr Schuss soll den Vogel zu Fall bringen.

Gut 20 Minuten später gelingt es Winfried Iking, den Widerstand zu brechen. Am Kopf mit dem Krönchen ist der Vogel unversehrt, sein Bauch indes weggeschossen bis zur Unkenntlichkeit. Iking reckt freudig die Arme in die Höhe, Jubel brandet auf. Die Spannung entlädt sich in allgemeinen Freudenrufen und spontanen Glückwünschen. Einen Satz hört er besonders oft: „Winnie, du bist der Tollste.“ Und „Winnie“, der just zum Schützenkönig avancierte, dessen Ehefrau Daniela heißt, der drei Töchter hat und im Hilbuskamp 46 wohnt, sagt ein ums andere Mal: „Wow, ist das ein supergutes Gefühl.“

Vorsitzender Uwe Krude ist einer der ersten, der den 47-Jährigen umarmt. Und die Schlange derer, die es ihm gleichtun wollen, ist ellenlang. Da ist die Frage, ob es sein erklärter Wunsch war, Schützenkönig zu werden, überflüssig – Ikings strahlendes Gesicht ist selbsterklärend. Er musste allerdings lange bangen. „Zuletzt war es wirklich spannend“, sagt er im Siegestaumel.

Im Anschluss ziehen sich die Verantwortlichen mit dem neuen König zurück, eine kleine Verschnaufpause ist angesagt, bevor um 16 Uhr die offizielle Proklamation erfolgt.

Am Abend steht eine Kutsche mit zwei Pferden vor dem Haus des Königspaares. Mitglieder des Blasorchesters sowie des Spielmanns- und Fanfarenzuges warten ebenso wie die zahlreich in Feierlaune versetzten Gäste auf den Beginn der Polonaise. Bürgermeister Gregor Krabbe ist dabei, seine Ehefrau Beate, Pastor Thomas Stapper auch.

In einem langen Festzug geht es durch die Straßen bis zum Festzelt. Viele Bürger haben sich entlang der Strecke positioniert. Sie freuen sich mit dem neuen König: Fröhliches Winken und anerkennende Zurufe sieht und hört er zuhauf.


 
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