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Kürabend



„Woran mag es liegen, dass immer weniger Leute im gesetzten Alter am Schützenfest teilnehmen?“, diese Frage bewegt den Allgemeinen Bürgerschützenverein zunehmend. Um die Gründe für das mangelnde Interesse der älteren Generation herauszufinden, hat der Vorstand nun einen Kürabend ins Leben gerufen. Premiere war Freitagabend in der Gaststätte Brinckwirth. Der Vorsitzende Hermann Mensing war angenehm überrascht von der Resonanz, stellte aber gleichzeitig fest, dass unter den rund 20 anwesenden Schützenbrüdern nur wenige „Nicht-Schützenfestler“ waren.

Die Themen des ersten Kürabends rankten um Schützenfeste früher und heute. „Erzählt doch mal, was früher besser war?“, richtete Mensing seine erste Frage an die Runde und musste auf Antworten nicht lange warten. „Mich stört, dass der Frühschoppen am Sonntag abgeschafft wurde“, sagte ein Schütze und geriet ins Schwärmen: „Da ging das Volk hin. Das Zelt war immer rappelvoll. Und dann die Ehrungen verdienter Mitglieder. Das war schon was Feines.“

Ein anderer Schützenbruder älteren Semesters hatte den Eindruck, dass die Schützen in früheren Zeiten „irgendwie mehr Schliff beim Antreten zeigten.“ Doch das wollten die anderen nicht so stehen lassen. „Die Art, wie Möppi seine Jungs antreten lässt“, fand höchste Anerkennung.

Ja, man musste schon ein langjähriger Metelener Bürgerschütze sein, wollte man den Gesprächen des Kürabends folgen. Da ging es zum Beispiel um einen hartnäckigen Schützenvogel, den ein amtierender König aus dem Holz eines Apfelbaums geschnitzt hatte. Man sprach über durchzechte Schützenfestnächte, erzählte von einem verkaterten Erwachen auf dem Sportplatz und erinnerte sich an einen wunderschönen frischen Fliederstrauß, den ein Schützenbruder nach dem Frühschoppen bei Beckers Franz stibitzt hatte - als Geschenk für seine Frau zum Muttertag.

Manch ein lustiges Döhnekes kam an diesem ersten Kürabend in der GaststätteBrinckwirth auf den Tisch und etliche Metelener Originale und ihre Eigenarten wurden wieder lebendig.Zunächst bedienten sich die Anwesenden der hochdeutschen Sprache. Doch schon bald stellte sich heraus, dass Geschichten rund ums „Schüttenbeer“ viel interessanter klingen, wenn sie „up Platt“ erzählt werden. Und natürlich ließ es sich nicht vermeiden, dass hin und wieder alle Anwesenden gleichzeitig redeten.

» Ob die Kürabende zu einem festen Angebot der Bürgerschützen werden, wird bei der nächsten Schützenversammlung entschieden.

Quelle: Ochtruper Tageblatt
 
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